Freitag, 14. Mai 2010

Final Fantasy XIII Review Teil 1

Gameplay und Steuerung auf dem Feld

Willkommen zu meiner Final Fantasy XIII Review Runde.

In Teil 1 erzähl ich euch was zum allgemeinen Gameplay und zur Feld-Steuerung.

Gameplay

Was von vielerlei Seite bemängelt wurde ist die Linearität die sich fast durch das komplette Spiel hinweg durchzieht (10 von 13 Kapiteln!). Final Fantasy Future fordert die Fans in seinem Review auch dazu auf sehr stark zu sein, denn es ist Fakt, dass man sich bei der Entwicklung von FFXIII vorrangig auf die Erzählung der Geschichte konzentriert hat (wie zuvor bei FFX), was auch stimmt. Man wird praktisch mit der Nase immer auf das nächste Ziel gedrückt und man kann kaum vom Weg abkommen. Der kleine Radar oben im Bild sagt einem immer in welche Richtung man grob zu gehen hat und sobald man dort angekommen ist, bedeutet das meist eine Cut-Scene. Das dürfte eingefleischten Fans wirklich übel aufstoßen, die eine Weltkarte aus I-IX gewohnt sind, die einem die Freiheit gibt sich nach eigenem Gutdünken durch die Spielwelt bewegen und auf Erkundungsstreifzüge zu gehen.

Da auch durch sehr viele Videosequenzen versucht wird die Story zu erzählen, teilweise auch durch völlig unnötige Cut-Scenes die nur eine Dialogzeile beinhalten, entsteht ein starker Kaugummi-Effekt. Wenn man wie ich dann auch noch 2-mal anfängt (Ich hab’s nicht daheim erhalten und konnte es nicht abwarten zu spielen), dem wird auch der Anfang sehr schnell ziemlich eintönig vorkommen, da man nichts anderes als seine Waffen zum Angreifen hat. Aber dazu kommen wir in späteren Reviews noch.

Feld-Steuerung

Erkundung des Bresha-Sees

SE hat sich bei der Feld-Steuerung in FFXIII an seinem Vorgänger FFXII orientiert, d. h. im Endeffekt es gibt auch hier keine “Random Battles”. Das kann man heute wie damals als Vor- oder Nachteil sehen. Man sieht die Gegner auf dem Feld und kann selbst entscheiden, ob es zu einem Kampf kommt – in den meisten Fällen zumindest. Die Gegner sind oft in Gruppierungen anzutreffen. Stößt man mit einem Feind der Gruppierung zusammen, bekommt man es auch mit dem Rest des Trupps zu tun. Durch die Gruppierung bekommt man es deshalb auch mit allen Truppenmitgliedern zu tun, wenn man mit einem Mitglied des Trupps zusammenstößt.

Bekannt aus FFX-2 sind die Sprünge an bestimmten Stellen. Diesmal sind sie allerdings markiert – manchmal aber auch nicht, wenn SE Items fies verstecken will.

Man bekommt zudem eine allseits abrufbare Karte zur Verfügung die auch als kleiner Radar in der oberen rechten Ecke zu sehen ist. Über den Radar kann man Freunde, Feinde, Speicherpunkte, Sondervorrichtungen und dergleichen ausmachen und überdies erkennen, wann man sich in einer Art “Anpirschmodus” befindet oder von Feinden entdeckt wurde.

Ein weiterer Punkt, der FFXIII kontrastreich von seinen Vorgängern unterscheidet (ob schlecht oder gut obliegt der eigenen Meinungsbildung) ist die Tatsache, dass es so gut wie keine Städte (nicht mal Kuhkäffer) gibt, die man im Verlauf des Abenteuers durchstreifen könnte. Und die Orte den man als Städte bezeichnen könnte fehlen die Hauptelemente aus den Vorgängern, wie Shops, Hotels, etc. Deshalb hat sich SE auch entschieden Shops in die Speicherpunkte zu integrieren, was sich eigentlich nicht schlecht in das Zeitalter integriert, in dem FFXIII spielt. Zwar gibt es die auch wie Sand am Meer, dennoch nimmt es etwas Charme, für den FF und seine Städte und Dörfer bekannt ist. Neulingen wird das aber kaum negativ auffallen.

So viel dazu

Dies beendet den ersten Teil meines Final Fantasy XIII Reviews.

Fragen zum Thema können bei Bedarf als Kommentare hinterlassen werden.

Images © Square Enix & Final Fantasy Future

Donnerstag, 13. Mai 2010

Fabula Nova Crystallis finis est

“Die neue Geschichte der Kristalle ist zu Ende”

FFXIII Characters

Nach 2 Monaten (mit vielen langen Pausen zwischendrin) habe ich heute um 12 Uhr Final Fantasy XIII mit 51 Stunden Spielzeit beendet (wie ironisch, auch noch am 13.05.). Anlässlich dazu dachte ich mir, dass ich meine Eindrücke zum Spiel (so spoilerfrei wie irgend möglich) mit euch teile.

Die FF-Neulinge seien vorgewarnt: Ich werde nicht umher kommen oft auf Vorgängerteile zu referenzieren, die ihr evtl. (noch) nicht gespielt habt. Bedenkt, dass ich nicht jede einzelne Frage in den Kommentaren beantworten kann, da der Umfang vermutlich den Rahmen sprengen würde, aber ich werde es versuchen.

Da dieser Review in einem einzigen Eintrag ebenso viel zu umfangreich werden würde, werde ich ihn in mehreren Teilen veröffentlichen. Also viel Spaß beim Verfolgen!

This is not your ordinary Final Fantasy

In Final Fantasy XIII werden sich Neulinge und eingefleischte Spieler mit Lob bzw. Kritik regelrecht auf zwei Extremen gegenüberstehen. Square Enix (im weiteren SE genannt) hat den Versucht gewagt, neue Leute für seine erfolgreiche RPG-Reihe zu gewinnen. Aus meinem Umfeld kann ich sagen, dass das gar nicht mal so schlecht geklappt hat.

Allerdings hat dies nach Meinung vieler jahrelanger Fans zu einer gewissen Entfremdung dessen geführt, wie sie die Reihe kennen und lieben gelernt haben. Das gibt allen Grund zu Unmut und Zwiespalt unter Fans. Als größte Mankos werden mehrere Punkte angeführt (Kampfsystem, Story, Gameplay, etc.), die ich in den nächsten Einträgen versuchen werde zu ergründen.

Ich für meinen Teil kann sagen, dass ich meinen Spaß mit FFXIII hatte (auch wenn es die FF-typischen Stresspassagen gab, die jedes FF vorweisen kann), ich werde meine Augen allerdings nicht weiter vor den Mankos verschließen.

Freut euch also auf die kommenden Einträge!

Images © Square Enix & Final Fantasy Wiki

Donnerstag, 15. April 2010

Auf ein Drama folgt das nächste

Opera hört nicht auf zu jammern

Es ist nicht allzulange her, dass Microsoft einer Sanktion der EU erneut nachgekommen ist und einen Auswahldialog für Browser neben dem Internet Explorer für Windows XP, Vista und 7 über Windows Update ausgeliefert hat. Auslöser dafür was eine Beschwerde von Opera, dass Microsoft seine Marktmacht auf dem Browsermarkt missbraucht. Nun ist der Auswahldialog da. Opera, Firefox, Safari, Chrome und der IE teilen sich die ersten Plätze. Doch das reicht Opera nicht!

Opera ist der Meinung, dass der Erststart-Assistent den Auswahldialog bei einem Windows Update überdeckt und so den Nutzer davon ablenkt einen Browser zu wählen. Nach den zig Seiten des Erststart-Assistenten habe der Nutzer gar keine Lust mehr, sich die Alternativen anzuschauen. So einen bodenlosen Unfug hab ich noch nie gehört!

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass sich die Browserauswahl

  • nur startet, wenn der IE als Standardbrowser eingestellt ist (Erstkonfiguration unerheblich)
  • bei einem Update (unter XP und Vista) der Setup-Assistent gestartet wird und nicht der Erststart-Assistent
  • der Auswahldialog nur nach einem Neustart des Computers erscheint, wenn 1. zutrifft
  • eine Verknüpfung auf dem Desktop angelegt wird, wenn 1. zutrifft
  • nicht jede Seite des Erststart-Assistenten durchlaufen werden muss (Express-Option)

Ich ging ursprünglich davon aus, dass es mit der Beschwerde an die EU und die Browserauswahl getan gewesen wäre. Aber Opera ist sich wohl um keine billige Nummer zu schade, Microsoft ständig vorzuführen, egal wie lächerlich die Anklagepunkte auch sein mögen. So am Rande des Wahnsinns hat die Beschwerde nicht mal dazu geführt, dass Opera nennenswert an Nutzern hinzugewonnen hat, wie das folgende Tortendiagramm zeigt (vergleiche hier).

Ich bleibe insoweit bei meiner Meinung, dass Opera sich nach wie vor wie ein kleines Kind aufführt, mit dem man gerade die süßwarenfreie Kasse verpasst hat.

Passend dazu (stellt euch einfach vor, Opera ist das kleine Kind):

Weblinks

Microsoft Meldung zur Browser-Auswahl
Opera ist noch immer nicht zufriedengestellt

Dienstag, 5. Januar 2010

Und ihr dachtet C ist für Nerds

Vorgestellt: esoterische Programmiersprachen

Okay, viele von euch wissen, dass ich derzeit eine Ausbildung zum Programmierer mache. Wenn die meisten Leute an Programmierer denken, dann haben sie das Bild eines pubertierenden, aknegeplagten 16-18 Jährigen im Kopf, der in seinem Leben nichts anderes als den Computer kennengelernt hat. Das liegt aber meistens nur an den klischeehaften Negativbeispielen, als die sich manche tatsächlich in die Öffentlichkeit trauen.

Wozu braucht man sowas kompliziertes wie eine Programmiersprache überhaupt?

Zuerst einmal: Computer sind dumm! Punkt. Sie wirken nur so schlau, weil die Programme die sie ausführen eigentlich die Schlauen sind. Der Computer führt sie nur stur aus und spurt je nach dem, was ihm die Programme sagen was er machen soll.

Ein gerne herangezogenes Beispiel der Funktionsweise von Programmiersprachen ist das sog. Hallo Welt-Programm, das in fast jeder Sprache umgesetzt werden kann. Ein Beispiel in C++ (wer eine genaue Erklärung haben will soll einen Kommentar hinterlassen):

#include <iostream>
using namespace std;
int main ()
{
   cout << "Hello, world!\n";
}

Ergebnis: Eine schwarze Box mit dem Schriftzug Hello, world!

Okay, vielleicht ist er nicht ganz so dumm. Es gibt noch immer Situationen in denen er sagen kann “Öh, kann ich nicht machen, darf ich nicht machen” und das ist dann der Moment in dem ein Programm in unserem Verständnis abstürzt. Ärgerlich, aber weniger eine Laune der Informationstechnik.

Viel mehr ist es ein Fehler der sich entweder aufgrund der Logik der Programmiersprache (eine Einschränkung bzw. Regel der Paradigmen der betreffenden Sprache) eingeschlichen hat oder einfach ein Fehler der dem Programmierer zur “Design-Zeit” nicht aufgefallen ist. Bestes Beispiel hierfür ist eine Division durch 0. Eine solche Division muss nicht mal direkt auftreten, sondern kann das Resultat einer Verkettung von Berechnungen sein. Tritt eine solche auf stürzt das Programm ohne weitere “Vorsichtsmaßnahmen” von Seiten des Programmierers schlicht ab, weil es nicht mehr weiter weiß und verwirrt ist. Wenn der Debugger (die Fehlerpolizei der Sprache)schlau genug ist, wird es das Programm mit einer Fehlermeldung beenden. Helfen tut das dem Anwender natürlich nichts.

Viel ekliger sind allerdings Endlosschleifen. Eine Schleife in einer Programmiersprache dient dazu, eine Reihe von Anweisungen an das Programm mehrmals durchzuführen. Passt man bei der Formulierung einer Schleife nicht auf, steigt die Wahrscheinlichkeit einer solchen Endlosschleife. Und wer jetzt mitgedacht hat weiß schon, warum Endlosschleifen eklig sind: sie hören nie auf sich zu wiederholen. Das äußert sich dem Anwender meist dadurch, dass er stundenlang auf eine Sanduhr gucken darf oder das Programm selbst nach mehrmaligem Klicken keine Reaktion mehr zeigt. Der Grund ist nicht etwa, dass es nichts mehr tut, wie es auf den ersten Blick scheint, eher das Gegenteil: es arbeitet sich zu Tode. Und genau das passiert bei Endlosschleifen, das Programm “hängt sich auf”.

Auf die reale Welt bezogen sähe eine Endlosschleife etwa so aus: Ihr sucht in einem Glossar das Stichwort “Endlosschleife” und findet es mit dem Verweis “Endlosschleife – siehe Endlosschleife”. Rein logisch gesehen würdet ihr jetzt sagen “Soll das jetzt ein Witz sein?” aber auf sowas kommt ein Computer von selbst nicht. Würde ein Computer in dem selben Glossar nach dem Eintrag “Endlosschleife” suchen und den Eintrag finden mit einem Verweis “siehe Endlosschleife” sucht er erneut nach Endlosschleife, findet den Eintrag, folgt dem Verweis, sucht nochmal, findet den Eintrag, folgt dem Verweis, sucht nochmal…

Ihr seht, das kann man endlos fortsetzen und deshalb sind Endlosschleifen eklig!

Aber ich schweife ab. Kurz und bündig: Man braucht Programmiersprachen, um den Computer so schlau zu machen für wie schlau wir ihn sonst auch halten!

Okay, aber was ist jetzt eine “esoterische” Programmiersprache?

Esoterische Programmiersprachen dienen keinem praktischen Nutzen. Sie sind eher ein Akademiker-Scherz oder haben ein theoretisches Ziel. Als Akademiker-Scherz kann man die Sprache Brainfuck sehen.

Ein Hallo Welt-Programm in Brainfuck:

++++++++++[>+++++++>++++++++++>+++>+<<<<-]
>++.>+.+++++++..+++.>++.<<+++++++++++++++.
>.+++.------.--------.>+.>.

Ergebnis: Eine schwarze Box mit dem Schriftzug Hello, world!

Würdet ihr mir glauben, dass diese scheinbar sinnfreie Anreihung an Plus- und Minuszeichen tatsächlich ein Programm ist? Wahrscheinlich nicht, weil es nicht nach dem Codebeispiel aussieht, das ich euch zu Anfang gezeigt habe. Welches kranke Hirn hat sich diese Sprache nur ausgedacht, mögt ihr euch vielleicht denken? Kleiner Tipp für Fernsehwerbungskundige: “Werr hatt’s errfunden?” Das Ziel hinter Brainfuck war sog. Turing-Vollständige Sprache zu kreieren, die einen möglichst kleinen Compiler hatte (das Programm, das aus diesem Wirrwarr ein Programm macht, dass man mit einem Doppelklick starten kann – ganz recht: Ein Programm, das ein Programm macht). Alles so klein wie möglich zu halten ist eine beliebte Erbsenzählerei unter Programmierern, um nicht zu sagen eine beliebte Disziplin.

Dagegen einfacher und eher zur Belustigung, ein Hallo Welt-Programm in LOLCODE:

HAI
     CAN HAS STDIO?
     VISIBLE "HAI WURLD!"
 KTHXBYE

Ergebnis: Eine schwarze Box mit dem Schriftzug HAI WURLD!

Persönlich finde ich LOLCODE reizend, weil es meinen Humor ganz gut trifft: Hauptsache sinnlos! Außerdem wurde diese esoterische Programmiersprache von den lolcats abgeleitet, die ich ebenfalls zum Schießen finde!

Und wozu jetzt das ganze hier?

Ich hoffe ich konnte den ein oder anderen davon überzeugen, dass es vieeeeel schlimmer geht, was Programmiersprachen angeht und dass programmieren auch ganz lustig sein kann.

In dem Sinne,
Cheers

Montag, 30. November 2009

Neue Firmware Updates für PSP und PS3

Von Facebook und Comics

Für Sonys Konsolen sind neue Firmware Updates erschienen. Zu den Neuerungen zählen unter anderem:

  • PSP Version 6.20
    • Mehr Integration mit Sonys Media Go Software
      • Firmware Updates nun auch per Media Go
      • Verbesserte Unterstützung für SenseMe
    • Nun ist es auch möglich im PSN Store gekaufte Comics mit dem Programm “Digital Comics” in der neuen Kategorie Extras zu lesen (Wenn denn mal welche erscheinen, voraussichtlich 2010
    • Der PSN Video Store ist nun auch auf der PSP verfügbar
      • Kauf oder Leih von Filmen in SD
    • Foto/Video-Wiedergabelisten von der PS3 oder Media Go können nun mit der PSP wiedergeben werden

 

  • PS3 Version 3.10
    • Unter der Kontoverwaltung für das PSN Konto kann nun ein Facebook-Profil verlinkt werden
      • Anzeige von errungenen Trophäen auf Facebook
      • Anzeige von zuletzt im PSN Store erworbenen Artikeln auf Facebook
    • Fotos: Werden nun in einem Raster-Layout angezeigt
    • Freunde: Nun kann auch der Hintergrund angepasst werden
    • Der PSN Video Store ist nun auch auf der PS3 verfügbar
      • Kauf oder Leih von Filmen in SD
      • HD Filme zur Leihe

        Wie war das noch gleich mit dem Update per PC?

        Für alle die diese Updates per Datenträger installieren wollen bzw. an den Konsolen kein Internet zu Verfügung haben gehen für ein Update wie folgt vor:

          • Holt euch einen USB-Stick mit ausreichend Speicher (PSP Update ca. 27 MB, PS3 Update ca. 160 MB); die PSP kann ebenfalls die Funktion eines Sticks übernehmen
          • Ladet euch die Firmware Updates von der Playstation Webseite herunter; klickt auf die Überschrift des jeweiligen Systems oben um direkt zur Seite zu gelangen
          • Kopiert das Update auf den USB-Stick/die PSP
            • PS3: Im Wurzelverzeichnis des Sticks (z. B. E:\) den Ordner PS3 erstellen, in diesem Ordner noch einen neuen mit Namen UPDATE
            • PSP: Im Ordner PSP, falls noch nicht vorhanden, den Ordner UPDATE erstellen und das PSP Update dorthin kopieren

           

            • Das Update aufrufen
                • PS3: Unter Einstellungen -> System-Aktualisierung -> Aktualisierung über Datenträger
                • PSP
                    • Vor Firmware 6.00: Unter Spiel -> Memory Stick -> System-Update 6.20
                    • Ab Firmware 6.00: Einstellungen -> System-Aktualisierung -> Aktualisierung über Datenträger

                      Eine genaue Beschreibung findet sich auch in den Anleitungen der Konsolen.

                      Freitag, 20. November 2009

                      Google Chrome OS

                      Google steigt in den Markt für Betriebssysteme ein

                      Einige von euch haben vielleicht schon von Googles Browser Chrome gehört. Googles Argumente ihn zu nutzen liegen hauptsächlich darin, dass er komplexe Web-Applikationen rasend schnell ausführt, wofür auch die meisten Tests sprechen. Allerdings wirft die “Benutzerfreundlichkeit” immer wieder Fragen auf, die doch schon sehr problematisch für den Browser werden, wenn es dabei gerade um Hauptfunktionen geht, z. B. das automatische Suchen nach Begriffen, schon während des Tippens in die Adresszeile.

                      Inwiefern das problematisch ist? Nun, es wird eben jedes Zeichen an Google geschickt, das ihr eingebt, obwohl ihr eine Webseite aufrufen wollt, deren Adresse noch unvollständig ist. Google wird also permanent mit jedem Zeichen das ihr eingebt gefüttert und schustert euch daraus Vorschläge zusammen. Ganz nett auf den ersten Blick. Allerdings fände ich es persönlich etwas beunruhigend, wenn jede Webseite nochmal weitergeleitet werden würde die ich aufrufe (Der Zielwebserver selbst ist OK, aber Googles Server hat das erst mal nichts anzugehen wo ich denke, dass ich hin will).

                      Zudem generiert Chrome eine eindeutige Identifikationsnummer, mit der der Client haargenau bestimmt werden kann. Zwar lässt sich diese Kennung löschen, merkt der Browser allerdings, dass die Kennung fehlt erzeugt er kurzerhand beim nächsten Start eine neue. Abhilfe schafft hier nur ein Zusatzprogramm, dass anstelle der Haupt-EXE ausgeführt wird, das die Erzeugung der Kennung unterdrückt. Kurz: Google kann einen immer genau identifizieren.

                      Was hat das aber nun alles mit einem Betriebssystem zu tun?

                      Der Browser als Betriebssystem


                       

                      Mit Chrome OS versucht Google ein Betriebssystem zu schaffen, dass sich sehr stark am Internet orientiert. Der Hintergedanke Googles scheint dabei zu sein, dass man heutzutage eh mehr im Internet abhängt und somit ein Betriebssystem im klassischen Sinne nur unnütze Altlast ist. Somit kann man wirklich sagen, dass außer dem Browser (welcher “ironischerweise” Chrome ist) nichts anderes gestartet wird, wenn man den Computer einschaltet. Der Browser IST das ganze Betriebssystem!

                      Dabei kommt es Google auf eine genauso schnelle Verfügbarkeit an. Das System soll in wenigen Sekunden geladen sein, damit der Nutzer sofort loslegen kann. Schritte wie z. B. das Laden verschiedener Hintergrundprogramme (Messenger, Anti-Virus, Dienstprogramme) wird so ziemlich weggelassen, denn das vergeudet wertvolle Zeit, die dem Nutzer ja dann fehlt.

                      Natürlich bootet sowas dann auch viel schneller. Nur eine entscheidende Frage: Wenn es nichts anderes als den Browser gibt, wie soll man dann noch was anderes mit dem Betriebssystem machen, wie z. B. Dokumente erstellen oder vielleicht Spiele spielen? Auch hier liegt Googles Antwort komplett im Web. Und für alle die sich jetzt vielleicht am Kopf kratzen mit dem Gedanken “Wie soll das gehen?” erklär ich es eben mal schnell.

                      Das mit den Spielen lass ich jetzt mal außen vor, ihr kennt sicher eure Flash-Games. Erledigt! Bei den Dokumenten ist das aber eine andere Sache.

                      Das Cloud Computing OS

                      Google bietet schon seit geraumer Zeit eine Art Web-Office an, die mit einer Textverarbeitung und Tabellenkalkulation daherkommt. Wer einen Google Account hat kann mit diesem auf den Servern von Google Dokumente erstellen und ablegen. Als Besonderheit betont der Suchmaschinenbetreiber die Dynamik bei der Zusammenarbeit mehrerer Personen an ein und dem selben Dokument. Da sich dieses an einem zentralen Ort befindet, auf den jeder zugreifen kann (Nein, wirklich jeder nun auch wieder nicht, nur die entsprechenden Teilnehmer) wird immer mit der aktuellsten Version gearbeitet und Änderungen sind um ein vielfaches schneller übernommen. Diese Arbeitsweise wird als “Cloud Computing” bezeichnet. Dahinter versteckt sich aber noch weitaus mehr als nur Textdokumente und Tabellenkalkulationen. Mehr zum Thema weiß wie immer die Wikipedia (klick).

                      Ein Internet-Suchti-Betriebssystem?

                      Die Frage was man mit einem Betriebssystem will, das im Endeffekt nichts anderes kann als im Internet zu surfen, ist natürlich sehr groß. Betreffend des Videos (siehe oben) ist Googles Zielgruppe aber eigentlich klar: einfache Webnutzer. Chrome OS wird den Ansprüchen von Nutzern, die auf mehr angewiesen sind aller Wahrscheinlichkeit nicht gerecht werden. Chrome OS ist für Leute gedacht die ihre E-Mails lesen, twittern, sich auf Facebook austauschen, News lesen wollen oder einen Internet-Blog führen. Das kann man natürlich auch alles mit einem Computer wie ihr ihn alle zu Hause stehen habt. Nur geht Google jetzt her und sagt: “Das ist uns alles viel zu lahm!” Und sie haben irgendwo auch Recht. Der Vortrag zum schnellen Bootvorgang von Chrome OS stellt das Problem fachgerecht dar (klick).

                      Ich hab selber auch schon oft gehört, dass der ein oder andere PC soooo lange zum Hochfahren braucht. In den meisten Fällen liegt es tatsächlich daran, dass im Hintergrund so viel Müll gestartet wird, den man eigentlich gar nicht braucht. Und man weiß es nicht mal, man wundert sich nur, warum die Kiste immer langsamer wird! Die Idee hinter Chrome OS sieht vor, sich von genau diesen Lasten zu befreien, indem es nichts anderes als den Webbrowser gibt. Wo es wenig zu laden gibt, gibt es auch wenig zu warten.

                      Auch die Idee der Netbooks (die ganz kleinen, leistungsschwachen Laptops. Manche kennen vielleicht meinen EeePC.) war ein anfänglicher Schritt in diese Richtung. Google macht sich dieses Konzept zunutze und bastelt an einem Betriebssystem für Geräte, die eigentlich auch für mehr nicht gedacht waren (daher auch der Name Netbook).

                      Da sich Google bei seinem Betriebssystem sehr stark auf das Internet stützt würde ich viel eher fragen: Was wenn ich mal kein Internet habe? Dadurch, dass Chrome OS nur aus dem Chrome Browser zu bestehen scheint taugt das System auch für fast nichts anderes als das Surfen im Internet. Computer mit Chrome OS werden somit dermaßen kastriert, dass sie zu nichts anderem als Internet mehr zu gebrauchen sind. Und noch leben wir in keiner Welt, in der der Globus zu 100 % mit dem Internet abgedeckt ist – das fängt schon bei der heimischen Pampa an. So wie es scheint, ist Google mit diesem Konzept seiner Zeit zu sehr voraus.

                      Weblinks

                      Homepage von Chromium OS
                      Chrome OS auf Wikipedia

                      Dienstag, 17. November 2009

                      Windows 7 findet schnellen Anklang

                      Sowohl bei Nutzern als auch Entwicklern

                      Nun ist Windows 7 schon bald 1 Monat erhältlich (Ich hab mir natürlich wieder die Ultimate Edition geholt – keine Kompromisse! :-P ) und ich bin so wie die vielen PC-Magazine und Webseiten guter Hoffnung, dass diese Windows Version seinen Vorgängern marktanteilsmäßig wieder das Wasser reichen kann, hauptsächlich Windows XP das noch immer auf über der hälfte der Welt läuft. Eigentlich müsste man jetzt von auslaufen reden, denn bedenkt: Microsoft arbeitet nur in 5 Jahres-Takten aktiv an herausgegebenen Produkten und lässt dann langsam nach.

                      Immer mehr Software mit Windows 7-Features

                      Schon während der Beta-Zeit von Windows 7 ist mehr oder weniger bedeutende und namenhafte Software erschienen, die Gebrauch von den in Windows 7 neu eingeführten Funktionen macht. Dabei rede ich von den neu eingeführten Jumplists, den Fortschrittsanzeigen auf den Programmbuttons und Aero Peek-Funktionsbuttons. Software, die diese Funktionen u. a. nutzt (jetzt mal was ich so zu meinem Software-Archiv zähle, Programme die bei Windows 7 dabei sind wie z. B. der Internet Explorer werden nicht gezählt, die können das natürlich alles):

                      • CDBurnerXP (Fortschrittsanzeige)
                      • iTunes (Jumplist, Aero Peek-Buttons)
                      • Total Commander (Fortschrittsanzeige)
                      • Windows Live Messenger (Jumplist)
                      • Messenger Plus! Live (Aero Peek-Buttons)
                      • Aimp 2.60 RC (Aero Peek-Buttons)
                      • Google Chrome 4 (Jumplist)
                      • Steam (Fortschrittsanzeige, Jumplist)
                      • Windows Virtual PC (Fortschrittsanzeige, Jumplist)

                      Ansonsten werden in den meisten Programmen die zuletzt verwendeten Dokumente in den Jumplists angezeigt, was z. B. ein schnelles Weiterarbeiten an einem Word-Dokument ermöglich, wenn man unterbrechen muss – mind. 2 Klicks und man ist wieder da wo man aufgehört hat.

                      Bei Firefox ist man sich bislang uneins, ob man in die kommende Version 3.6 Windows 7 Funktionen integriert, da man diese in der Beta 1 noch für unausgereift implementiert erachtete und der Zeitplan ohnehin knapp bemessen ist (Firefox 3.6 soll noch dieses Jahr kommen). Dafür wurde bereits vorgeschlagen, die Funktionen per Standard zu deaktivieren, aber trotzdem einzubauen - für die Experimentierfreudigen unter uns. Mit Windows 7 Funktionen wie Jumplists und Aero Peek für jede offene Webseite würde Firefox mit dem Internet Explorer 8 gleichziehen, was meiner bescheidenen Meinung nach nicht unerheblich sein dürfte.

                      Später erzähl ich euch vielleicht noch bisschen mehr darüber, warum ich schon seit der Beta nicht mehr zu Vista zurück bin. Und manche wissen vielleicht noch, dass ich Vista auch mal toll fand. Aber dazu später mehr. ;-)